Rebecca Horn – Jupiter im Oktogon

Im Museum Wiesbaden befindet sich momentan die Ausstellung Jupiter im Oktogon von Rebecca Horn. Es handelt sich um eine Ausstellung mit Installationen, Zeichnungen und Filmen, die extra für die Räume des Museums konzipiert wurde.
Im Eingangsoktogon wurde die Installation Jupiter im Oktogon errichtet, die auch nach Ende der Ausstellung dort verbleiben wird.

Die Dauer der Ausstellung wurde auf den 28. Oktober verlängert, ist also fast beendet.
Gezeigt werden Installationen aus den Jahren 1982 bis 2006 sowie kinetische Skulpturen und Zeichnungen.

Sehr faszinierend ist die Installation Jupiter im Oktogon im Eingangsbereich. Zentrales Element ist ein Spiegel über dem Marmorboden, der schwankt, als handle es sich bei ihm um eine Wasseroberfläche. Er spiegelt die Kuppel des Oktogons mit den goldenen Mosaiken sowie 2 in der Kuppel angebrachte Spiegel. Laut Interpretation soll dabei der kleinere als Planet seine Bahn um den größeren ziehen. Nun ja, es sieht faszinierend aus, allerdings sollte man beim Blick nach unten in den Spiegel nicht gerade an Höhenangst leiden, zudem wird einem dabei reichlich seekrank zumute.

Ebenso zu sehen ist die Pfauenmaschine, erbaut für die siebte Documenta in Kassel 1982. Sehr interessant, welche Technik arbeitet, um diese Bewegung zu erzeugen. Allerdings muss ich gestehen, dass mich diese Technik am meisten interessierte und ich das Surren der Maschinen irgendwie angenehm fand, als sonst einen riesige künstlerische Interpretation hinein zu legen. Aber wer weiß? Kunst darf man schließlich auffassen, wie man will.

Eine sehr schöne Fotoserie über die Ausstellungsstücke findet sich hier

Im Vortragssaal des Museums werden zudem noch Filme gezeigt, zu denen ich mich nun nicht weiter äußere, da ich zu derartiger Perfomance so gar keinen Zugang finde. Man möge mir verzeihen, damit kann ich leider rein gar nichts anfangen.

Museum Wiesbaden
Rebecca Horn

Übrigens empfehle ich niemandem, kurz vor Feierabend dort hin zu gehen. Das Personal, das einem sonst schon wie die Geier im Nacken sitzt (okay, okay, die Objekte verführen sehr zum Anfassen) scheucht einen sehr schnell Richtung Ausgang, und als ganz dezenter Hinweis werden 10 Minuten vorher schon alle Installationen abgeschaltet.

Datum: Samstag, 27. Oktober 2007 21:54
Themengebiet: Studium Trackback: Trackback-URL
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